Welche Entscheidungen 2026 wirklich wichtig werden
Hans Rehbehn • 27. Januar 2026
2026 wird ein Jahr wichtiger Entscheidungen – auch im Landkreis
2026 ist ein Wahljahr. Aber vor allem ist es ein Jahr, in dem wichtige Entscheidungen anstehen – Entscheidungen, die unseren Alltag ganz konkret betreffen. Nicht abstrakt, nicht irgendwann, sondern hier bei uns im Landkreis Weilheim-Schongau.
Es geht um Weichenstellungen, die darüber entscheiden, wie gut unsere Region in den kommenden Jahren funktioniert.
Die finanzielle Lage im Landkreis wird nicht einfacher. Steigende Ausgaben, Pflichtaufgaben, Investitionen in Krankenhäuser, Schulen und Infrastruktur – all das muss solide finanziert werden.
2026 wird entscheidend sein, wie wir Prioritäten setzen:
Was ist notwendig?
Was ist sinnvoll?
Und was müssen wir vielleicht verschieben?
Mir ist wichtig, dass wir ehrlich bleiben. Ein ausgeglichener Haushalt ist kein Selbstzweck – er ist die Voraussetzung dafür, dass wir auch in Zukunft gestalten können.
Die medizinische Versorgung im Landkreis ist ein zentrales Thema.
Krankenhäuser, ambulante Strukturen, Pflegeangebote – all das betrifft viele Familien direkt.
Hier braucht es keine Schnellschüsse, aber auch kein Wegducken.
Was es braucht, sind klare Zahlen, transparente Entscheidungen und langfristige Konzepte, die die Versorgung sichern, ohne die Kommunen zu überfordern.
Ob Bus, Bahn oder individuelle Lösungen im ländlichen Raum – Mobilität bleibt eines der großen Themen im Landkreis.
Die Diskussion um die Fuchstalbahn zeigt, wie komplex solche Entscheidungen sind.
Es geht nicht um „dafür oder dagegen“, sondern um tragfähige Konzepte, die Nachfrage, Kosten und Nutzen realistisch bewerten.
Auch hier gilt: Vernunft schlägt Symbolpolitik.
Schulen, Jugendarbeit, Vereine und Ehrenamt sind keine Randthemen.
Sie entscheiden darüber, ob Menschen bleiben, sich engagieren und Verantwortung übernehmen.
2026 wird wichtig sein, wie wir:
• Schulen weiterentwickeln,
• Jugendarbeit stärken,
• Ehrenamt entlasten statt überfordern.
Diese Themen werden oft leise behandelt – sind aber entscheidend für den Zusammenhalt unserer Region.
Viele Entscheidungen fallen auf Kreisebene, wirken aber direkt in die Städte und Gemeinden hinein. Deshalb bin ich überzeugt: Stadt- und Kreispolitik dürfen nicht getrennt gedacht werden. Schongau braucht im Kreistag Stimmen, die die örtlichen Realitäten kennen – und gleichzeitig das große Ganze im Blick behalten.
Ich kandidiere, weil ich mich genau hier einbringen möchte:
• sachlich,
• ruhig,
• verlässlich,
• und ohne parteipolitisches Getöse.
2026 wird kein Jahr für einfache Antworten.
Aber es kann ein Jahr für kluge Entscheidungen
werden – wenn wir sie gemeinsam verantwortungsvoll angehen.
Hans Rehbehn
Kandidat für den Stadtrat Schongau
und den Kreistag Weilheim-Schongau

Wenn man in Schongau entlang der Stadtmauer geht, dann spürt man sehr schnell, was diesen Ort besonders macht. Geschichte, Blickachsen, kleine Wege, stille Ecken. Es ist ein Stück Identität unserer Stadt. Und genau deshalb beschäftigt uns die Frage, wie wir dieses Umfeld erhalten und gleichzeitig behutsam weiterentwickeln, schon seit vielen Jahren. Bereits 2018 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den das Büro Lohrer-Hochrein gewonnen hat. Einige Bausteine daraus sind heute schon sichtbar – etwa am Münzgebäude, im Sonnengraben oder an der Himmelsleiter. Vieles ist gelungen. Aber ein großer Teil – insbesondere der Rundweg und die Beleuchtung – steht noch aus. Jetzt haben wir im Stadtrat eine wichtige Entscheidung getroffen: Wir werden das Projekt umsetzen – aber in einer deutlich abgespeckten Form. Warum dieser Schritt notwendig war, möchte ich ganz offen erklären. Was sich verändert hat Die ursprüngliche Planung war ambitioniert – und entsprechend teuer. In Zeiten, in denen wir als Stadt sehr genau auf unsere Finanzen achten müssen, war klar: So können wir das Projekt nicht einfach durchziehen. Deshalb wurde die Planung überarbeitet. Das Ziel war eindeutig: Alles, was unbedingt notwendig ist, bleibt. Alles, was „schön wäre“, aber nicht zwingend gebraucht wird, fällt weg. Das Ergebnis: Die Gesamtkosten werden jetzt mit 2,96 Millionen Euro beziffert. Allein im Bereich Landschaftsbau und Beleuchtung konnte über eine Million Euro eingespart werden. Das ist kein kleiner Schritt – sondern eine bewusste Priorisierung. Was jetzt im Mittelpunkt steht Im Kern geht es nicht mehr um Gestaltungsideen, sondern um Sicherheit und Erhalt. An vielen Stellen entlang des Rundwegs gibt es inzwischen echte Probleme: Absturzsicherungen sind nicht mehr zuverlässig, Stützmauern zeigen Schäden, Wege sind uneben, bei Regen entstehen große Pfützen. Wer dort unterwegs ist, merkt das. Wenn wir nichts tun, müssten wir mittelfristig Wege sperren. Und genau das wollen wir verhindern. Deshalb konzentrieren wir uns jetzt auf das Wesentliche: • sichere Wege • stabile Mauern • funktionierende Entwässerung • verlässliche Handläufe Das ist vielleicht weniger spektakulär – aber es ist die Grundlage dafür, dass wir diesen Bereich überhaupt weiter nutzen können. Was wegfällt – und warum Natürlich tut es weh, wenn gute Ideen gestrichen werden müssen. Nicht mehr umgesetzt werden unter anderem: • zusätzliche Wege und Treppen • neue Aufenthaltsbereiche • ein geplanter Spielbereich mit besonderen Elementen • aufwändige Gestaltungselemente wie Sitzkörbe Auch bei den Bäumen und bei der Gestaltung wird es zurückhaltender. Das alles sind Dinge, die man gerne gehabt hätte. Aber sie gehören eben in die Kategorie „Nice to have“. Und genau dort mussten wir ansetzen. Ich halte das für ehrlich. Und für verantwortungsvoll. Ein Punkt, der vielen wichtig ist: das Licht Ein Thema, das viele Bürgerinnen und Bürger immer wieder ansprechen, ist die Beleuchtung der Stadtmauer. Und ja – sie wird zurückkommen. Geplant ist ein modernes Lichtkonzept mit warmen Farben, das die Bauwerke betont, ohne unnötig Licht in den Himmel zu schicken. Weniger „Flutlicht“, mehr gezielte Akzente. Dabei gab es im Stadtrat durchaus unterschiedliche Einschätzungen – auch kritische Stimmen. Das gehört dazu. Am Ende ist aber klar: Wir gehen hier einen zeitgemäßen Weg. Entscheidend ist: Für die Beleuchtung gibt es gute Chancen auf Fördermittel – teilweise bis zu 80 Prozent. Das macht dieses Teilprojekt überhaupt erst realistisch. Der Zeitrahmen Wenn alles wie geplant läuft, starten die Bauarbeiten im Jahr 2027. Das klingt weit weg. Aber bei einem Projekt dieser Größenordnung – mit Planung, Förderanträgen und Vorbereitung – ist das ein realistischer Zeitplan. Mein persönlicher Blick Ich hätte mir auch gewünscht, dass mehr von der ursprünglichen Planung übrig bleibt. Gerade an so einem besonderen Ort denkt man schnell in Bildern und Möglichkeiten. Aber am Ende müssen wir uns als Stadt fragen: Was ist verantwortbar? Was ist notwendig? Und was können wir uns leisten? Ich bin überzeugt: Die jetzt einstimmig getroffene Entscheidung ist kein Rückschritt – sondern eine Konzentration auf das Wesentliche. Wir erhalten unsere Stadtmauer. Wir machen die Wege sicher. Und wir schaffen die Grundlage, auf der wir vielleicht in Zukunft wieder weiterdenken können. Manchmal ist weniger eben genau das, was es braucht, damit etwas Bestand hat. Hans Rehbehn

Es gibt diese Tage, an denen man merkt: Heute wird es anders. Nicht schlechter – aber anders als geplant. Der Halbmarathon in Frankfurt war für mich genau so ein Tag. Eigentlich hatte ich mir das alles sauber zurechtgelegt. Rechtzeitig ankommen, in Ruhe einlaufen, die gewohnte Routine. Ein bisschen Spannung, ein bisschen Vorfreude – so, wie man es kennt. Und dann stehe ich auf der Autobahn. Stau. Nichts geht mehr. Die Uhr läuft, und mit ihr verschwindet Stück für Stück mein Zeitplan. Als ich schließlich in Frankfurt am Fußballstadion ankomme, ist klar: Das Einlaufen kann ich vergessen. Direkt in den Startbereich, direkt in die Realität dieses Tages. Kurz habe ich mich geärgert – und es dann sein lassen. Es hilft ja nichts. Der Start selbst war dann genau so, wie man es sich in so einem großen Feld vorstellt – nur vielleicht noch einen Tick intensiver. Eng, hektisch, teilweise rücksichtslos. Es wurde geschoben, gezogen, überholt. Ich hatte das Gefühl, einige wollten den Halbmarathon tatsächlich schon auf den ersten Metern entscheiden. Da gilt es, ruhig zu bleiben. Seinen eigenen Rhythmus zu finden, auch wenn das gar nicht so einfach ist. Und genau da ist mir vermutlich der erste kleine Fehler passiert. Das Feld war schnell, sehr schnell sogar, und ich habe mich ein Stück weit mitziehen lassen. Es lief gut, fast zu gut. Im Nachhinein würde ich sagen: Die erste Hälfte war einfach etwas zu flott. Frankfurt selbst hat dabei alles geboten, was so ein Lauf braucht. Die Strecke am Main entlang, die Skyline im Blick, Zuschauer, die einen tragen. Aber irgendwann wird es stiller – nicht außen, sondern innen. Ab Kilometer zehn beginnt dieser Teil des Laufs, in dem man nicht mehr gegen die Strecke läuft, sondern mit sich selbst beschäftigt ist. Ich habe versucht, den Rhythmus wieder zu finden, mich einzufangen. Nicht mehr treiben lassen, sondern bewusst laufen. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Aber es war in Ordnung. In der zweiten Hälfte war dann klar: Jetzt geht es nicht mehr darum, schneller zu werden. Jetzt geht es darum, das Tempo zu halten. Dranzubleiben. Und genau das habe ich mir vorgenommen. Gefühlt ist mir das auch gelungen. Wenn man später auf die Zahlen schaut, sieht man: Es ist ein kleines bisschen langsamer geworden. Aber das gehört dazu. Zumal sich dann auch noch der Gegenwind bemerkbar gemacht hat. Nichts Dramatisches, aber genau so viel, dass man ihn spürt. Jeder Schritt kostet ein wenig mehr Kraft. Ab Kilometer 15 wird es dann ehrlich. Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob man den Lauf sauber ins Ziel bringt. Ich habe nicht mehr viel nachgedacht, habe mich an andere Läufer gehängt, Schritt für Schritt. Einfach weiterlaufen. Und dann kommt irgendwann dieser Moment, den man nicht wirklich beschreiben kann: der Einlauf ins Stadion. Man weiß, jetzt ist es geschafft. Noch einmal alles mobilisieren, die letzten Meter mitnehmen – und dann ist man im Ziel. Die Uhr bleibt bei 1:40:20 stehen. Nicht ganz die Zeit, die ich mir erhofft hatte. Aber wenn ich den Lauf Revue passieren lasse, dann ist das für mich absolut in Ordnung. Die Bedingungen waren, wie sie waren. Und ich habe das Beste daraus gemacht. Was mir von diesem Tag bleibt, ist weniger die Zeit als das Gefühl. Dieser Lauf war nicht perfekt. Die Vorbereitung vor Ort lief nicht wie geplant, der Start war hektisch, die erste Hälfte zu schnell, die zweite ein Stück Arbeit. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war es ein guter Lauf. Weil er ehrlich war. Es läuft eben nicht immer alles nach Plan. Weder beim Laufen noch im Leben. Entscheidend ist, dass man dranbleibt, sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und den eigenen Weg findet. Und am Ende zählt genau das: Ich bin ins Ziel gekommen. Auf meine Art. Hans Rehbehn

In der heutigen Stadtratssitzung (24.03.2026) ging es um ein Thema, das viele Menschen in Schongau berührt: die geplante Sanierung der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt . Für mich ist ganz klar: Diese Kirche ist weit mehr als nur ein Gebäude. Sie prägt seit Jahrhunderten das Bild unserer Altstadt, sie ist ein Ort der Begegnung, des Glaubens und des Innehaltens. Für viele Menschen ist sie eng mit persönlichen Lebensmomenten verbunden – Taufen, Hochzeiten, Abschiede. Sie ist Teil unserer Identität, Teil dessen, was Schongau ausmacht. Gerade deshalb ist die Sanierung nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern auch eine Investition in unsere Geschichte, in unsere Gemeinschaft und in das, was unsere Stadt zusammenhält. Umso wichtiger war mir, dass wir als Stadtrat heute eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen. Zwischen Verantwortung und Möglichkeiten Der Antrag der Kirchenstiftung auf einen Zuschuss in Höhe von 115.000 Euro ist nachvollziehbar. Gleichzeitig stehen wir als Stadt vor einer angespannten Haushaltslage. Für eine solche Förderung sind im aktuellen Haushalt keine Mittel eingeplant. Das hat der Bürgermeister in der Sitzung auch klar betont und auf eigene städtische Projekte – wie beispielsweise St. Anna – verwiesen. Umso mehr hätte ich mir eine offene und gemeinsame Diskussion im Stadtrat gewünscht. Leider haben sich andere Fraktionen an der inhaltlichen Debatte nicht beteiligt. Unser Vorschlag: Unterstützung mit Augenmaß Für uns als CSU-Fraktion war klar: Ein einfaches Ja oder Nein wird diesem Thema nicht gerecht. Deshalb haben wir folgenden Vorschlag eingebracht: Wir wollten zunächst 50 % des beantragten Zuschusses bereitstellen. Die Finanzierung sollte – sofern möglich – über bessere Steuereinnahmen oder eine moderate Entnahme aus der Rücklage erfolgen. Die zweite Hälfte des Zuschusses wollten wir ausdrücklich nicht ausschließen, sondern – wenn es die Haushaltslage zulässt – im Jahr 2027 erneut beraten. Dieser Vorschlag war aus meiner Sicht ein fairer und verantwortungsvoller Weg. Er hätte gezeigt, dass wir die Bedeutung der Stadtpfarrkirche anerkennen und bereit sind zu helfen – ohne dabei die finanzielle Situation der Stadt aus den Augen zu verlieren. Das Ergebnis der Sitzung Der ursprüngliche Antrag auf einen Zuschuss in Höhe von 115.000 Euro wurde – gegen die Stimmen der CSU-Fraktion – abgelehnt. Auch unser Kompromissvorschlag fand leider keine Mehrheit und wurde ebenfalls gegen unsere fünf Stimmen zurückgewiesen. Mein persönliches Fazit Ich halte diese Entscheidung für bedauerlich. Gerade bei einem Projekt mit dieser Bedeutung für unsere Stadt hätte ich mir mehr Bereitschaft gewünscht, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Stadtpfarrkirche ist kein beliebiges Gebäude – sie ist ein Stück Schongau. Sie steht für Geschichte, für Zusammenhalt und für das, was unsere Stadt im Kern ausmacht. Natürlich müssen wir verantwortungsvoll mit unseren Finanzen umgehen. Aber Verantwortung bedeutet für mich auch, Wege zu finden, wie wir wichtige Projekte zumindest teilweise unterstützen können. Mit unserem Vorschlag hätten wir genau das getan: Hilfe leisten – aber mit Augenmaß. Diese Möglichkeit wurde heute leider nicht genutzt. Euer Hans Rehbehn

Die Diskussion um die Kindergarten-Gebühren bewegt derzeit viele Familien in Schongau. Das ist verständlich. Kinderbetreuung betrifft den Alltag vieler Menschen unmittelbar. Gleichzeitig ist der Bereich der Kindertageseinrichtungen einer der größten Posten im städtischen Haushalt. Deshalb lohnt es sich, die Entwicklung der letzten Jahre ruhig und transparent nachzuzeichnen – und auch kritisch zu fragen, wie es zu manchen Entscheidungen gekommen ist. Ein Blick zurück: Deutliche Gebührenerhöhungen seit 2024 Seit 2024 gab es mehrere Anpassungen der Elternbeiträge in Schongau. Zum 1. Januar 2024 wurden die Gebühren um 25 % erhöht. Hintergrund waren stark gestiegene Personal-, Energie- und Sachkosten in den Einrichtungen. Zum 1. Januar 2025 folgte eine weitere Erhöhung um 25 %. Im Herbst 2025 kam noch einmal eine Anpassung um 5 % hinzu. Diese Schritte waren für viele Familien spürbar. Gleichzeitig wurde damit versucht, zumindest einen Teil der steigenden Betriebskosten abzudecken. Denn eines muss man klar sagen: Der Bereich der Kindertageseinrichtungen verursacht in Schongau ein jährliches Defizit von rund drei Millionen Euro. Dieses Defizit wird aus allgemeinen Steuermitteln gedeckt – also von allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Der Beschluss vom November 2025 Im November 2025 stand der Stadtrat erneut vor einer schwierigen Situation. Die Haushaltslage der Stadt war äußerst angespannt. Gleichzeitig war unklar, wie sich staatliche Förderungen entwickeln würden. In dieser Situation brachte die Verwaltung einen Vorschlag ein: Die Regelgebühren im Kindergartenbereich sollten ab Herbst 2026 um 10 % erhöht werden. Die Krippengebühren sollten zunächst unverändert bleiben. Die CSU-Fraktion – und auch ich persönlich – haben dieser 10-prozentigen Erhöhung nicht zugestimmt, weil wir eine so deutliche zusätzliche Belastung für Familien kritisch gesehen haben. Am Ende wurde der Beschluss dennoch gefasst – allerdings unter einem wichtigen Vorbehalt: Sollte sich die Haushaltslage oder die staatliche Förderung verbessern, sollte die Entscheidung noch einmal überprüft werden. Was wäre ohne diesen Beschluss passiert? Ein Punkt geht in der aktuellen Diskussion häufig unter. Ohne den Beschluss vom November 2025 hätte schlicht die satzungsgemäße automatische Erhöhung von 5 % für alle Kita-Bereiche gegriffen. Also auch für die Krippen. Das wäre vermutlich ohne größere öffentliche Diskussion passiert. Der damalige Beschluss hat daher eine neue Situation geschaffen: Er eröffnete die Möglichkeit, die Gebührenentwicklung später noch einmal differenziert zu betrachten. Die neue Entscheidung 2026 Inzwischen hat sich eine wichtige Rahmenbedingung verändert. Der Freistaat Bayern hat die Betriebskostenförderung erhöht. Für die Schongauer Einrichtungen bedeutet das rund 160.000 Euro zusätzliche Mittel. Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung einen neuen Vorschlag gemacht – und der Stadtrat ist diesem gefolgt: • Die ursprünglich geplante 10-%-Erhöhung wird auf 5 % reduziert • Die Krippengebühren bleiben unverändert • Erst ab dem Kindergartenjahr 2027/2028 soll wieder eine regelmäßige Anpassung erfolgen Damit ist die aktuelle Entscheidung moderater als die ursprüngliche Planung. Verantwortung für Familien – und für Steuergelder Als Stadtrat muss man immer zwei Perspektiven zusammenbringen. Auf der einen Seite stehen die Familien, die steigende Lebenshaltungs-, Energie- und Wohnkosten spüren. Auf der anderen Seite steht die Verantwortung für den gesamten Haushalt der Stadt. Drei Millionen Euro jährliches Defizit im Kita-Bereich sind eine enorme Summe. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter – allein für dieses Jahr steht eine Lohnsteigerung von rund 5,8 % im Raum. Es wäre politisch einfach, jede Gebührendiskussion zu vermeiden. Aber das würde die finanziellen Probleme nur in die Zukunft verschieben. Warum wollte die Verwaltung im November 2025 eine 10-%-Erhöhung? Diese Frage gehört ebenfalls zur Transparenz. Rückblickend muss man sagen: Der Vorschlag der Verwaltung stand stark unter dem Eindruck der damaligen Haushaltsdebatte. Die finanzielle Lage der Stadt war unsicher, mehrere Einnahmenentwicklungen waren unklar. In dieser Situation wollte man offenbar frühzeitig Planungssicherheit schaffen. Heute, mit etwas Abstand, kann man aber auch kritisch fragen: War die vorgeschlagene 10-%-Erhöhung zu diesem Zeitpunkt notwendig? Die inzwischen höheren staatlichen Fördermittel zeigen, dass sich Rahmenbedingungen durchaus noch verändern können. Vielleicht wäre damals auch ein vorsichtigerer Schritt möglich gewesen. Warum es in der Sitzung keine Wortmeldungen gab Ein weiterer Kritikpunkt war, dass es in der Sitzung keine Wortbeiträge gegeben habe. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Anliegen der Eltern ignoriert wurden. Im ausführlichen Sachvortrag der Verwaltung wurden alle wesentlichen Punkte – Haushaltslage, Fördermittel, Gebührenstruktur und Alternativen – bereits sehr detailliert dargestellt. Weitere Wortmeldungen hätten inhaltlich kaum Neues gebracht, sondern vor allem Wiederholungen bedeutet. Manchmal zeigt sich Einigkeit im Gremium auch darin, dass nach einer umfassenden Darstellung keine langen Redebeiträge mehr notwendig sind. Politik besteht aus Abwägungen Die Diskussion um Kindergarten-Gebühren wird auch in Zukunft nicht einfach sein. Frühkindliche Bildung ist eine gesellschaftliche Aufgabe – aber sie kostet auch Geld. Deshalb wird es immer wieder darum gehen, eine Balance zu finden: • zwischen Familien und kommunalem Haushalt • zwischen Qualität der Betreuung und finanzieller Belastung • zwischen kurzfristiger Entlastung und langfristiger Stabilität Der aktuelle Beschluss ist aus meiner Sicht ein Versuch, genau diese Balance zu halten. Er ist nicht perfekt. Aber er ist ein Schritt mit Augenmaß. Und genau darum sollte es in der Kommunalpolitik gehen. Hans Rehbehn

Je näher die Wahl rückt, desto lauter wird es. Forderungen werden zugespitzt, Unterschiede betont, Erwartungen geweckt. Das gehört zu einem Wahlkampf dazu. Und doch stelle ich mir gerade jetzt eine einfache Frage: Was braucht unsere Stadt – und was braucht unser Landkreis – in dieser Zeit wirklich? Meine Antwort ist klar: Erfahrung. Nicht als Selbstzweck. Nicht als Ausrede für Stillstand. Sondern als Grundlage für verlässliche Entscheidungen. Erfahrung heißt nicht: Alles beim Alten lassen Manchmal wird Erfahrung mit Beharrung verwechselt. Ich sehe das anders. Erfahrung bedeutet: • Abläufe zu kennen, • Zusammenhänge zu verstehen, • Folgen von Entscheidungen abschätzen zu können, • Risiken früh zu erkennen. Wer Verwaltung, Haushaltsstrukturen und Entscheidungsprozesse kennt, weiß: Nicht jede gute Idee ist automatisch umsetzbar. Und nicht jede schnelle Lösung hält langfristig stand. Erfahrung hilft, zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu unterscheiden. Fehler vermeiden ist auch Fortschritt In der Kommunalpolitik geht es nicht um Ideologie, sondern um konkrete Auswirkungen. Eine falsche Entscheidung beim Haushalt, bei Infrastruktur oder bei langfristigen Verträgen wirkt oft über Jahre nach. Erfahrung bedeutet deshalb auch: Fehler vermeiden, bevor sie teuer werden. Das klingt unspektakulär. Ist aber in Wahrheit verantwortungsvolle Politik. Stadt und Landkreis zusammendenken Ich kandidiere für den Stadtrat in Schongau und für den Kreistag im Landkreis Weilheim-Schongau, weil ich überzeugt bin, dass beide Ebenen zusammengehören. Viele Entscheidungen, die in Schongau spürbar werden, fallen auf Kreisebene – bei Schulen, Mobilität, Sozialem oder Gesundheitsversorgung. Erfahrung hilft hier besonders: Ich weiß, wie die Strukturen ineinandergreifen. Ich weiß, wo Spielräume liegen – und wo Grenzen sind. Und ich weiß, dass gute Lösungen selten laut entstehen, sondern im Dialog und mit Geduld. Gerade jetzt braucht es Verlässlichkeit Wir leben in einer Zeit, in der vieles schneller geworden ist – auch die Erwartung an Politik. Doch kommunale Entscheidungen brauchen Sorgfalt. Ich verspreche keine spektakulären Wendungen. Ich verspreche keine einfachen Antworten auf komplexe Fragen. Aber ich verspreche Verlässlichkeit, Sachlichkeit und einen klaren Blick auf das Machbare. Erfahrung bedeutet für mich: • ruhig bleiben, wenn es hektisch wird, • erklären, wenn es kompliziert wird, • Verantwortung übernehmen, wenn Entscheidungen anstehen. Mein persönlicher Antrieb Ich kandidiere nicht, weil ich etwas ausprobieren möchte. Ich kandidiere, weil ich Verantwortung ernst nehme. Erfahrung ist kein Titel. Sie ist ein Werkzeug. Und ich möchte dieses Werkzeug weiterhin für Schongau und unseren Landkreis einsetzen. Gerade jetzt. Herzliche Grüße Hans Rehbehn Kandidat für den Stadtrat Schongau und den Kreistag Weilheim-Schongau

